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Schreibe dein Buch: Ein Leitfaden für Einsteiger:innen

  • Autorenbild: gigiewinter
    gigiewinter
  • vor 6 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Du hast schon immer davon geträumt, ein Buch zu schreiben? Aber irgendwie fühlt sich das Ganze so riesig an, dass du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst? Keine Sorge, ich kenne das Gefühl nur zu gut! Ein Buch zu schreiben ist ein schöner Prozess, aber es kann auch anstrengend werden. Es braucht ein bisschen Planung, Motivation und vor allem: Spaß am Schreiben. In diesem Beitrag nehme ich dich an die Hand und zeige dir, wie du Schritt für Schritt dein eigenes Buchprojekt startest. Im besten Fall so, dass du dich nicht selbst stresst und schon ein paar praktische Tipps zur Hand hast.


Aller Anfang ist schwer: So legst du los


Okay, bevor du jetzt wild drauflos tippst, lass uns erstmal ein bisschen Struktur reinbringen. Ein Buch entsteht nicht einfach so aus dem Nichts. Hier sind ein paar Tipps, wie du den Anfang meisterst:


  • Finde deine Idee: Was willst du erzählen? Eine spannende Geschichte, ein Ratgeber oder vielleicht deine persönliche Lebensgeschichte? Schreib alles auf, was dir einfällt.

  • Mach dir einen Plan: Klingt langweilig, ist aber Gold wert! Überlege dir, wie dein Buch aufgebaut sein soll. Wie lang soll es letztendlich werden? Wie viele Worte und Kapitel benötigst du? Wie ist deine Geschichte aufgebaut? Erstelle Kapitelüberschriften, grobe Inhalte, oder auch eine Mindmap.

  • Setze dir realistische Ziele: Jeden Tag 500 Wörter? Oder lieber jeden zweiten Tag eine halbe Stunde schreiben? Finde heraus, was für dich funktioniert. Richte dir einen Schreibplatz ein, an dem du alles, was du benötigst zur Hand hast. Lasse das Schreiben zu deiner Routine im Alltag werden.

  • Schreiben, schreiben, schreiben: Perfektionismus ist dein größter Feind. Erstmal geht es darum, deine Gedanken aufs Papier zu bringen. Überarbeiten kannst du später immer noch. Trenne den Prozess, kreativ zu schreiben davon, deine Inhalte zu überarbeiten. Auch wenn es zunächst schwerfällt: Ignoriere Rechtschreibung, Grammatik und tiefe Recherche, das kannst du noch später nachholen. Und du wirst sehen: Dieses "wilde" Vorgehen macht echt Spaß und lässt erlaubt einen fantastischen Schreibflow zu. Außerdem macht es Spaß, was für Quatsch man zu einem späteren Zeitpunkt wiederfindet ;)


Frau schlägt etwas in einem Buch nach und macht sich in einem Notizbuch handschriftliche Notizen

Kein Output ohne Input: Lass dich inspirieren!


Ich bin der festen Überzeugung, dass wir überall um uns herum tolle Inspirationen finden können. Der Alltag, Erzählungen von Erlebnissen auf Familienfeiern, die verrückte Welt der Bürokratie ... überall verstecken sich Geschichten und Charaktere, die bewusst oder unbewusst in dein Werk einfließen können.


Zusätzlich ist das Fantastische, dass es möglich ist, sich von zahlreichen Büchern inspirieren zu lassen. Du liebst packende Krimis? Was genau macht einen guten Krimi für dich aus, welche Elemente erzeugen Spannung? Welche Erzählweisen lassen dich in die Geschichte eintauchen, wie kannst du dafür sorgen, dass Lesende auf eine falsche Fährte gelockt werden? Genauso verhält es sich auch mit Liebesromanen, Fantasyromanen, Kinder- und Jugendbüchern und so weiter. Achte darauf, welche klassischen Elemente und Regeln du beachten solltest, damit du dich in deinem gewünschten Genre bewegst. Wer diese "Regeln" kennt, kann sie brechen (wozu gibt es denn sonst Regeln? :D) und damit der Geschichte seine eigene Note verleihen. Trau dich, nicht zu konform zu sein und bei dir zu bleiben.

Schreibe das Buch, dass du selbst gerne lesen möchtest!



Schreibblockade? So kommst du wieder in den Flow


Kennst du das? Du sitzt vor dem Laptop, der Cursor blinkt, und plötzlich ist da... nichts. Nada. Schreibblockade deluxe. Keine Panik! Das passiert jedem mal. Hier ein paar Tricks, die mir immer wieder helfen:


  • Wechsel den Ort: Manchmal reicht es, den Schreibtisch zu verlassen und an einen Café-Tisch oder in den Park zu gehen.

  • Schreib ohne Anspruch: Einfach drauflosschreiben, ohne auf Grammatik oder Stil zu achten.

  • Mach eine Schreibübung: Zum Beispiel 10 Minuten lang alles aufschreiben, was dir in den Kopf kommt. Lass deine Gedanken und die Worte fließen.

  • Setze dir eine Mini-Challenge: Zum Beispiel 100 Wörter in 5 Minuten.

  • Beweg dich: Ein kurzer Spaziergang oder ein bisschen Sport kann Wunder wirken.

  • Lies etwas Inspirierendes: Manchmal hilft es, andere Texte zu lesen, um wieder in den Schreibfluss zu kommen.

  • Sprich mit jemandem: Erzähle jemandem, worüber du gerade schreibst und dass du nicht weiterkommst. Vielleicht hat dein Gegenüber eine zündende Idee? Oder beim Sprechen platzt dein Knoten und die Ideen kommen von selbst :)


Und ganz wichtig: Sei nicht zu streng mit dir selbst! Schreiben ist ein Prozess, kein Sprint.


Bücherstapel, aufgeschlagenees Buch und Tasse it Kaffee auf Tisch, Vintage Look

Überarbeiten: Der Feinschliff macht den Unterschied


Wenn der erste Entwurf steht, ist das schon ein riesiger Schritt. Aber jetzt kommt der Teil, den viele unterschätzen: das Überarbeiten. Hier kannst du dein Buch wirklich zum Glänzen bringen. Und ganz ehrlich: Das ist der eigentliche Prozess, in dem das "richtige" Buch entsteht.


  • Lass das Manuskript erstmal ruhen: Ein paar Tage oder Wochen Abstand helfen, um mit frischem Blick dranzugehen.

  • Strukturelle Überprüfung: Passt der Aufbau? Sind die Kapitel logisch und spannend? Probiere aus, welche Wirkungen du erzielst, wenn du hier noch etwas umstellst.

  • Inhaltliche Klarheit: Verstehst du selbst, was du sagen willst? Gibt es Wiederholungen oder Längen? Bist du konsistent geblieben? Oder startet deine Geschichte in Hamburg, spielt aber irgendwann doch in New York? Bist du dir einig, wie deine Charaktere heißen und aussehen? Achte auf versehentliche Änderungen.

  • Sprache und Stil: Sind die Sätze flüssig? Gibt es zu viele Füllwörter? "Brauchst" du alle Sätze und Beschreibungen oder wird dir Wirkung verstärkt, wenn du Passagen kürzt? Trau dich, Dinge zu streichen! (Keine Sorge: Du kannst alles in einer separaten Datei abspeichern, man weiß ja nie ...).

  • Rechtschreibung und Grammatik: Tippfehler passieren jedem, aber sie sollten nicht im fertigen Buch landen. Wenn du dein Buch am Ende verkaufen möchtest, würde ich dir zu einem professionellen Lektorat oder Korrektorat raten. Zum einen lässt die Betriebsblindheit grüßen und zum anderen sind Autor:innen doch in erster Linie kreativ, aber Rechtschreibung und Grammatik ist so wahnsinnig unkreativ :(

  • Feedback einholen: Lass Freunde, Familie oder eine Schreibgruppe dein Manuskript lesen. Sammle das Feedback und prüfe, ob manche Rückmeldungen unabhängig von mehreren Personen kommen. Dann könnte etwas an diesen Punkten dran sein ;) Lass dich aber gleichzeitig nicht verunsichern: Du musst nicht jedes Feedback eins zu eins umsetzen.


Überarbeiten ist oft mühsam, aber es lohnt sich. Ein gutes Buch entsteht nicht beim ersten Mal.


Vom Manuskript zum Buch: So geht’s weiter


Du hast dein Manuskript fertig und bist mega stolz – zu Recht! Aber wie wird aus deinem Text jetzt ein richtiges Buch? Hier ein Überblick über die nächsten Schritte:


  1. Formatierung: Je nachdem, ob du dein Buch als E-Book oder Print veröffentlichen willst, musst du das Manuskript entsprechend formatieren. Hier sind die unterschiedlichsten Formate möglich. Möchtest du, dass ich einen Blogbeitrag zum Thema Format schreibe? Dann lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

  2. Covergestaltung: Das Auge liest mit! Ein ansprechendes Cover ist super wichtig. Es gibt Möglichkeiten, sich hier selbst auszutoben (zum Beispiel mit Canva). Doch auch ein professionell gestaltetes Cover ist gut investiertes Geld. Es ist das Aushängeschild deines Buches, bevor Interessierte wissen, worum es in deiner Geschichte geht.

  3. ISBN beantragen: Für den Verkauf brauchst du eine ISBN, die dein Buch eindeutig identifiziert.

  4. Selfpublishing-Plattformen nutzen: Amazon Kindle Direct Publishing, Tolino Media oder andere Anbieter machen es dir leicht, dein Buch selbst zu veröffentlichen.

  5. Marketing planen: Social Media, Lesungen, Newsletter – mach dein Buch bekannt!

  6. Feedback sammeln und weiterentwickeln: Auch nach der Veröffentlichung kannst du dein Buch verbessern.


Der Weg zum eigenen Buch ist also kein Sprint, sondern eher ein Marathon – aber mit jedem Schritt kommst du deinem Traum näher.


Ich hoffe, dieser kleine Leitfaden hat dir Lust gemacht, dein eigenes Buchprojekt anzugehen. Schreib einfach drauflos, hab Spaß dabei und vergiss nicht: Jede:r Autor:in hat mal klein angefangen. Also, worauf wartest du noch? Ran an die Tasten!


Viel Erfolg und vor allem viel Freude beim Schreiben! Deine Gigi E. Winter

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